Die häufigsten Todesursachen

Das Statistische Bundesamt hat vorläufige Sterbefallzahlen für das Jahr 2020 veröffentlicht und zeigt, welche Leiden für die Mehrzahl der Todesfälle verantwortlich waren.

19.7.2021 (verpd) Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren 2020 ein weiteres Mal die mit Abstand häufigste Todesursache in Deutschland, gefolgt von Krebsleiden. Dies ergaben die veröffentlichten vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes.

Letztes Jahr sind rund 905.000 Menschen in Deutschland gestorben, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse der Statistik für Todesursachen jüngst mitteilte. Die vorläufigen Ergebnisse werden seit dem Berichtszeitraum Januar 2020 erstmals monatlich veröffentlicht und umfassten bis zur aktuell veröffentlichten Auswertung knapp 92 Prozent aller Sterbefälle.

Laut den vorläufigen Destatis-Angaben gingen knapp 35 Prozent der Sterbefälle auf Krankheiten des Kreislaufsystems wie Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Schlaganfall zurück. Zum Vergleich: Ende der 1980er-Jahre betrug der Anteil noch über die Hälfte und 2012 rund 40 Prozent. Einer Krebserkrankung (Neubildung) erlag im Berichtsjahr 2020 etwa jeder vierte Verstorbene. Anfang der 1980er-Jahre lag der Anteil lediglich bei rund einem Fünftel.

Über sechs Prozent starben wegen psychischer Krankheiten

Dritthäufigste Todesursache waren letztes Jahr mit über sechs Prozent der Todesfälle Krankheiten des Atmungssystems wie unter anderem COPD. Platz vier der häufigsten Gründe, warum Menschen 2020 hierzulande verstarben, belegen psychische und Verhaltensstörungen wie beispielsweise Demenz. Auch ihr Anteil lag über sechs Prozent. Beide Krankheitsgruppen waren damit in jeweils circa jedem 16. Todesfall die Hauptursache.

An fünfter und sechster Stelle liegen mit Anteilen von jeweils gut einem Fünfundzwanzigstel Krankheiten des Verdauungssystems wie Leberzirrhose oder Blinddarmdurchbruch und äußere Ursachen wie Unfälle, Suizid oder Komplikationen bei medizinischen oder chirurgischen Eingriffen. Knapp dahinter folgen mit knapp vier Prozent aller Todesfälle endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie Krankheiten des Nervensystems.

Absicherung der Angehörigen

Wer sichergehen möchte, dass im Todesfall die Angehörigen wie der Ehepartner und/oder die Kinder zumindest finanziell ausreichend versorgt sind, sollte frühzeitig eine entsprechende Vorsorge treffen. Wie bei der Altersvorsorge gilt auch hier, je früher man mit einer entsprechenden Absicherung beginnt, desto niedriger sind die Prämien.

Für eine genaue Analyse, was die Angehörigen ohne eine weitere Absicherung im Todesfall erhalten würden und wie hoch die eventuelle Absicherungslücke ist, damit die Hinterbliebenen ihren Lebensstandard halten können, kann ein Versicherungsexperte zurate gezogen werden.